Weltpremiere auf dem Zürichsee

Im Beisein von Medienvertretern fand am 24. Oktober vor der Badeanstalt Mythenquai in Zürich eine spektakuläre Probebohrung statt. Sie gehört zu den Vorarbeiten für die geplante 1,3 Kilometer lange Züribahn über das Zürcher Seebecken. Im Jahr 2020 feiert die ZKB ihr 150-jähriges Jubiläum und will aus diesem Anlass die Idee einer Gondelbahn über dem Zürichsee wiederaufleben lassen. Schweben über dem Zürichsee, ein Erlebnis mit grossartigem Rundumblick, begeisterte die Bevölkerung schon 1939 mit der Landibahn und 1959 mit der Seilbahn zur Gartenbau-Ausstellung.

Der KIBAG Wasser- und Spezialtiefbau präsentierte erstmals seine innovative Technik auf einem 600 Quadratmeter grossen Ponton mit dem 110 Tonnen schweren KIDRILL Bohrpfahlgerät. Erfolgreich wurde der erste Versuchspfahl – eine Art Riesenschraube mit einem Durchmesser von 55 Zentimetern aus Beton mit Stahlspitze – in den Seegrund gedreht. Dieser ist allerdings nicht ideal für eine Verankerung, besteht doch die oberste, rund 20 Meter dicke Sedimentschicht aus zähem Schlamm. Erst darunter ist der Untergrund stabil genug, um ausreichend Halt zu bieten.

Entwickelt wurde die Riesenschraube von der KIBAG und der Alphabeton AG. Insgesamt sollen über 120 dieser Riesenschrauben mit einer Länge von 40 bis 50 Metern eingedreht werden, um die beiden 77 Meter hohen Masten der Seilbahn im Seegrund zu verankern. Normalerweise rammt man in solchen Fällen, was jedoch Lärm und Erschütterungen verursacht, so dass man aus Rücksicht auf die Anwohner nach Alternativen suchte. Verschiedene Varianten wurden geprüft, bis man sich dann für die Riesenbetonschrauben entschied. Weitere Tests sollen im Dezember auf der anderen Seeseite vor dem Zürichhorn durchgeführt werden, wo der Standort des zweiten Masts geplant ist.

Weitere Informationen:

KIBAG Bauleistungen AG
Wasser- und Spezialtiefbau
Erhard Zürcher
Bächaustrasse 73
8806 Bäch
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