Neuartiges Sicherheitssystem am Flughafen Zürich

Am Flughafen Zürich hat KIBAG Bauleistungen im Mai und Juni auf der Piste 10-28 das neuartige Sicherheitssystem EMAS (Engineering Material Arresting System) eingebaut. Die KIBAG Thurgau hatte die Führung in dem aus drei Firmen bestehenden Konsortium, das die Vorqualifikation und die Submission für das neue Sicherheitssystem für sich entschieden hatte. Bisher ist dieses nur in Chicago zu finden.

Die Landefläche der Piste 10-28 ist relativ kurz und hinter ihr fliesst die Glatt. Für den Fall, dass ein Pilot sein Flugzeug nicht planmässig zum Stillstand bringen kann, wurde hinter der Piste nun eine Auslaufzone eingebaut: Insgesamt 4800 Kubikmeter Schaumglas-Schotter wurden auf einer Länge von 163,3 Metern und einer Breite von 66 Metern in spezielle Geogitter aufgetragen. Darüber kam ein dünner Spezial-Beton, der einbricht, wenn ein Jumbo darüber rollt. Dabei rollt die Maschine etwas aufwärts und überwindet leichte Stufen, so dass sie beständig an Tempo verliert. Das Ganze ist zudem so berechnet, dass die Triebwerke beim Einsinken nicht beschädigt werden.

Wegen der strengen Bauvorschriften war die Arbeit nur zwischen 23 Uhr und 5 Uhr morgens möglich. Rund 28 Nächte waren für den Einbau insgesamt erforderlich. Obwohl das schlechte Wetter von den rund 35 Mitarbeitenden der KIBAG vor Ort viel Flexibilität verlangte, kamen die Bauarbeiten gut voran. Zuvor war das ganze System unter der Leitung von Geschäftsführer Philipp Althaus auf einem Testbett im thurgauischen Müllheim erprobt worden.

Weitere Informationen:

KIBAG Bauleistungen AG

Philipp Althaus
Müllheimerstr. 4 / Hasli
8554 Müllheim-Wigoltingen
Tel +41 52 762 61 11
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