373 Tonnen schwerer Findling verschoben

Der Autobahnanschluss Muri wird derzeit von Grund auf saniert. Kernstück des Bauprojekts ist ein neuer Kreisel, der die Autobahn besser mit dem restlichen Strassennetz verbindet. Dafür muss jedoch der Ausfahrtsstreifen verlängert werden. Ein riesiger Findling, der sich genau an der Stelle befand, wo die Autos künftig von der Autobahn ausfahren, wurde deshalb mit massivem Aufwand um 2,4 Meter verschoben.

Der 300 Millionen Jahre alte Granitbrocken, der in der letzten Eiszeit mit dem Aaregletscher nach Muri kam, gehört mit seinen 10 x 6 x 4,6 Metern zu den mächtigsten Findlingen im Kanton Bern. Dass er im Weg stehen würde, war schon vor Beginn der Bauarbeiten klar – war er doch bereits vor nahezu 50 Jahren beim Bau der Autobahn Bern – Thun zum Vorschein gekommen. Damals konnte er jedoch in die Böschung oberhalb der neuen Fahrbahn integriert werden. Doch als er nun vollständig freigelegt wurde, entpuppte er sich als einiges grösser und schwerer als bisher angenommen. Somit wurde der ursprüngliche Plan hinfällig, den Findling mit Hilfe von zwei Kränen zu verschieben.

Die Vorbereitungsarbeiten nahmen zwei Wochen in Anspruch, eine Woche davon allein der Aufbau des massiven Gerüsts. Das Verschieben am 9. Mai ging hingegen schnell über die Bühne: An massiven Schrauben, die ihn mit der Hebevorrichtung verbanden, wurde der Findling rund 30 Zentimeter in die Höhe gezogen und anschliessend auf zwei schienenartigen Bahnen Zentimeter für Zentimeter nach hinten geschoben. Nach einer Viertelstunde hatte er seinen neuen Standort ausserhalb der Baustelle erreicht. In den nächsten Tagen wird er nun so in die neue Autobahnböschung integriert, dass er in der Landschaft künftig besser zur Geltung kommt.

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